Volleyball - Geschichte, Hintergründe und Aktuelles

Volleyball – Geschichte, Hintergründe und Aktuelles

Geschichte einer der beliebtesten Ballsportarten der Welt…

Was 1895 in Massachusetts ursprünglich damit begann, einen Ball nicht den Boden berühren zu lassen, ist mittlerweile eine der beliebtesten Ballsportarten weltweit. Aufgrund der Tatsache, dass der Ball direkt, also volley gespielt wird, bekam das ursprünglich „Mintonette“ genannte Spiel einen neuen Namen: Volley Ball (damals noch getrennt geschrieben). Auf einem, durch ein Netz in zwei Hälften getrennten Spielfeld, stehen sich jeweils sechs Spieler gegenüber und versuchen mit maximal drei Ballkontakten den Ball so in der gegnerischen Hälfte zu platzieren, dass dieser entweder den Boden berührt, oder nicht mehr retourniert werden kann. Wenn dieser Spielzug gelingt, erhält das Team dafür einen Punkt und das Aufschlagsrecht. Der Volleyball an sich besteht außen aus leicht aufgepolstertem Leder oder Kunststoff mit einer luftgefüllten Gummiblase im Inneren. Der Ball ist außerdem um etliches leichter als etwa ein Basketball oder ein Fußball.

Was in der Beschreibung doch recht einfach klingt, funktioniert natürlich nur mit einem festen Regulativ, welches aber nicht über Nacht entstanden ist. Im Jahr 1947 wurde in Paris eigens ein globaler Verband gegründet mit dem Namen FIVB (Fédération Internationale de Volleyball). Diesem sind wiederum fünf Kontintentalverbände untergeordnet. Die Confédération Africaine de Volleyball (CAVB), die Asian Volleyball Confederation (AVC) für Asien und Ozeanien, die Confédération Européenne de Volleyball (CEV) für Europa, die North, Central America and Caribbean Volleyball Confederation (NORCECA) für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik und die Confederación Sudamericana de Voleibol (CSV) für Südamerika. Der Weltverband legt nicht nur die Regeln des Spieles fest, sondern entwickelte auch Turniere, damit sich Nationen oder Teams in sportlichen Wettkämpfen messen konnten. Seit 1964 in Tokio ist Volleyball auch ein fixer Bestandteil der olympischen Sommerspiele. Aktuelle Olympiasieger sind bei den Männern Russland und bei den Damen Brasilien. Der Volleyball-Weltverband FIVB repräsentiert insgesamt 220 Nationen. Die derzeit führenden Länder sind Polen, Brasilien, die USA, Italien und der oben erwähnte Olympiasieger Russland. Danach folgen Länder wie Japan, Serbien, China oder Deutschland. Nach Schätzungen der FIVB beteiligt sich heute ein Sechstel der Weltbevölkerung aktiv oder als Zuschauer am Volleyballsport.

 Technische Details eines Volleyballspiels…

Die Größe eines Volleyballspielfeldes ist im Regelwerk fix verankert. Das Feld ist 18 Meter lang und misst neun Meter in der Breite. Wie eingangs erwähnt wird das Feld durch ein Netz getrennt, das bei den Herren 2,43 Meter an der Oberkante misst und bei den Damen 2,24. Eine Eigenheit des Volleyballsports ist auch die sogenannte Rotationsregel. So muss jeder der sechs Spieler eines Teams, jede Position auf dem Feld in einer vorgegebenen Reihenfolge einnehmen (zumindest bis der Ball vom Aufschläger gespielt wird). Das heißt im Speziellen, jeder der sechs Spieler kommt sowohl als Aufschläger wie auch als Blockspieler zum Zug. Jeder Spieler hat aber natürlich auch seine Hauptaufgaben zugewiesen. So hat der Mittelblocker zum Beispiel die Aufgabe die Angriffe des Gegners schon am Netz aufzuhalten, also den Ball wortwörtlich zu blocken. Hingegen hat der Aussenangreifer (auch Annahme/Außen bezeichnet) neben seiner Blockaufgabe an der Außenseite, weiters die Aufgabe den Ball für einen Angriff vorzulegen oder auch selbst den Abschluss zu suchen. Eine besondere Rolle im Volleyballsport nimmt der sogenannte Libero ein. Dieser ist ein Spezialist für Ballannahmen und die Abwehr gegnerischer Angriffsbälle. Er dirigiert sozusagen die Defensive seines Teams. Angriffsschläge darf ein Libero nur duchführen, solange sich der Ball unterhalb der (virtuellen) Netzoberkante befindet. Seine Hauptaufgaben beziehen sich also tatsächlich hauptsächlich auf das Abwehren gegnerischer Angriffe und das Aufspielen des Balles für die eigenen Angreifer. Um noch mehr taktische Möglichkeiten in einem Satz oder im Spiel an sich anzuwenden, darf auch jedes Team pro Satz sechs Auswechslungen durchführen. Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Mannschaft 25 Punkte erreicht hat und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung auf den Gegner aufweist. Hat eine Mannschaft bei Erreichen der erforderlichen 25 Punkte keinen derartigen Vorsprung, wird der Satz solange verlängert, bis sich eine Mannschaft einen Zwei-Punkte-Vorsprung erspielen konnte. Um das Spiel zu gewinnen, muss eine Mannschaft drei Sätze für sich entscheiden (Best-of-Five). Der Sieger eines eventuellen Entscheidungssatzes (genannt Tiebreak) ist diejenige Mannschaft, die 15 Punkte erreicht und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Gelingt dieser Vorsprung nicht, wird wie in den anderen Sätzen, das Spiel solange verlängert bis eine Mannschaft zwei Punkte Vorsprung erspielen konnte.

Die nationale Berichterstattung ist von Land zu Land unterschiedlich. So wird in Polen und Russland sehr ausführlich über den Ligabetrieb und die Nationalteams berichtet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz hingegen findet Volleyball eher als Randsportart Beachtung. 

Volleyball am Strand – Beachvolleyball

 

Derzeit erlebt eine Variante des Volleyball, die ursprünglich auch schon 1920 in Amerika entwickelt wurde, einen wahren Boom und Spielerzuwachs. Das Beachvolleyball ist die Outdoorvariante des klassischen Hallenvolleyballs und wird auf Sand gespielt. Ein Spielfeld im Beachvolleyball misst 16 Meter mal 8 Meter, somit hat jedes Team ein Feld von 8 mal 8 Meter zur Verfügung. Auch hier wird das Spielfeld von einem Netz (bei den Herren in einer Höhe von 2,43 m und bei den Damen mit einer Netzoberkante in Höhe von 2,24 m) getrennt. Die eingesetzten Bälle sind etwas farbenfroher und sie müssen eine widerstandsfähigere Oberfläche aufweisen als die Bälle des Hallenvolleyballs, weil sie Sand und Wasser trotzden müssen.

Beachvollyball
Beachvollyball

Auch Beachvolleyball ist mittlerweile seit 1996 olympisch und erfreut sich hoher Zuschauerzahlen in den Stadien und vor den Fernsehgeräten. Bei dieser Variante spielt man jeweils Zwei-gegen-Zwei auf zwei Gewinnsätze. Anfangs wurde Beachvolleyball von den USA oder Brasilien beherrscht, aber mittlerweile haben auch Nationen wie Deutschland, China oder Australien bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen Medaillen erringen können.

In einem weiteren Text zum Thema Volleyball warden wir noch näher auf die Wettkämfe und Turniere eingehen. Konnten wir Sie schon jetzt für den Volleyballsport so richtig begeistern? Dann verlieren Sie keine Zeit und werfen einen Blick in unser umfangreiches Wettprogramm mit attraktiven Quoten und wetten Sie auf Rivalo. Setzen Sie auf ihren Favoriten!