Handball: Geschichte, Verbreitung, Wettbewerbe und Wetten

Handball: Geschichte, Verbreitung, Wettbewerbe und Wetten

Während bereits in der Antike, insbesondere bei Griechen und Römern , bereits handballähnliche Spiele gespielt wurden, entwickelte sich das eigentliche Handballspiel wie wir es heute kennen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus diversen Ballspielen wie Netz-, Korb-, Raff- oder Turmball. Daraus ging in weiterer Folge ein Spiel hervor, bei dem Bälle mit der Hand auf Tore geworden wurden. Ein erstes Regelwerk für dieses Spiel, gemäß jenem der Ball höchstens drei Sekunden in der Hand gehalten werden und mit ihm nicht gelaufen werden durfte, entwickelte ein dänischer Lehrer und Militär aus der Nähe von Kopenhagen.

Als eigentliche Geburtsstunde des modernen Handballs gilt aber das Jahr 1917, in dem am 29. Oktober der Berliner Oberturnmeister Max Heiser bestimmte, dass ein von ihm zwei Jahre zuvor für Frauen entwickelte Spiel nunmehr Handball und nicht mehr Torball heißen sollte sowie ein Regelwerk festlegte. Heiser, dem männliche Sportarten als zu körperbetont für das weibliche Geschlecht erschienen, wollte dabei mit seinem Spiel Mädchen und Frauen ebenfalls die Möglichkeit geben sich (ohne jeglichen Körperkontakt) sportlich zu betätigen. Ein weiterer Berliner Turnlehrer namens Carl Schelenz entwickelte zwei Jahre später Heiser´s Spiel weiter und machte dieses, indem er Körperkontakte bzw. Zweikämpfe erlaubte und den Ball kleiner machte, auch für Männer attraktiv. Die weiteren Grundlagen des Handballs, wobei man eigentlich korrekterweise Feldhandball sagen müsste, denn zu jenen Zeiten wurde das Spiel fast ausschließlich auf (Fußball) Feldern im Freien gespielt, wurden von Schelenz einfach vom damals schon sehr populären Fußball übernommen, was auch die Popularität des Handballs schnell ansteigen ließ.

Während die erste deutsche Handballmeisterschaft im Jahr 1921 ausgetragen wurde, sollte es bis zum ersten Handballländerspiel noch weitere vier Jahre dauern. Am 13. September 1925 standen sich sodann Deutschland und Österreich in Halle im ersten Länderspiel der noch jungen neuen Sportart gegenüber, wobei die österreichische Auswahl den Sieg davontrug. Wiederum drei Jahre später wurde in Amsterdam im Rahmen der Olympischen Sommerspiele der erste internationale Handballverband namens IAHF von elf Ländern – darunter neun europäische sowie Kanada und die USA – gegründet und als einer der ersten Handlungen der IAHF wurde das Handball-Regelwerk zum ersten Mal international festgelegt und vereinheitlicht. Ein Olympisches Handballturnier wurde 1928 in Amsterdam jedoch nicht ausgetragen. Zu olympischen Ehren kam Feldhandball auf Drängen der deutschen Nationalsozialisten – Deutschland war zu jenen Zeiten die klar dominierende Handballnation – zum ersten und einzigen Mal in der Vorkriegszeit bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin. Wie von den deutschen Machthabern erhofft, setzte sich die deutsche Auswahl dann auch im Finale vor ca. hunderttausend Zuschauern – ein noch heute geltender Zuschauerrekord für Handballspiele – gegen Österreich durch und holt das erste Olympische Handballgold. Ebenfalls bei den ersten Weltmeisterschaften im Feld- sowie Hallenhandball, die beide 1938 erneut in Berlin stattfanden, waren jeweils deutsche Mannschaften siegreich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der internationale Handballsport organisatorisch und strukturell auf neue Beine gestellt werden, wobei mit Deutschland die ehemals führende Handballnation aus nachvollziehbaren Gründen zunächst von allen Aktivitäten ausgeschlossen blieb. Dennoch wurde bereits 1946 die International Handball Federation IHF als Nachfolger der IAHF gegründet. Die IHF hat ihren Sitz in Basel und setzt sich aus den folgenden fünf Kontinentalverbänden zusammen:

  • AHF – Asian Handball Federation für Asien
  • CAHB – Confédération Africaine de Handball für Europa
  • EHF – European Handball Federation für Europa
  • OCHF – Oceania Continent Handball Federation für Ozeanien
  • PATHF – Pan-American Team Handball Federation für Nord- und Südamerika

Als mit Abstand wichtigster Kontinentalverband gilt dabei die 1991 in Berlin gegründete Europäische Handballföderation EHF, die ihren Sitz in Wien hat. Zu den wichtigsten Aufgaben der sich aus 52 nationalen Mitgliedsverbänden zusammensetzenden EHF (und auch aller anderen Kontinentalverbänden) gehört die Ausrichtung von Wettbewerben sowohl für National- als auch für Vereinsmannschaften, dazu etwas später mehr. In ihrer Bedeutung stehen die von den Kontinentalverbänden ausgetragenen Wettbewerbe, wie zum Beispiel die alle zwei Jahre von der EHF organisierten Europameisterschaften sowohl für Männer als auch für Frauen, aber klar im Schatten der von der IHF ausgerichteten Handballweltmeisterschaften.

Die erste von der IHF organisierte und in Frankreich ausgetragene Handball- Weltmeisterschaft der Männer gewann Schweden. Als deutsche Mannschaften Anfang der 1950er Jahre wieder zu internationalen Handballturnieren zugelassen wurden, knüpften deutsche Nationalteams nahtlos an ihre Erfolge aus der Zwischenkriegszeit an. So gewannen deutsche Mannschaften alle bis 1966 in Drei- oder Vierjahresintervallen ausgetragenen Feldhandballweltmeisterschaften.

Neben dem von Deutschland dominierten Feldhandball entwickelte sich in den 1950er und 1960er Jahren aber auch der Hallenhandball immer weiter, bis schließlich Ende der 1960er/Anfang der 1970 er Jahre – 1972 bei den Sommerspielen in München war dann das erste Mal Hallenhandball bei den Herren, 1976 in Montreal dann auch bei den Damen olympisch – allmählich das Ende des Feldhandball eingeläutet worden war. Als Triebfeder hinter dieser Entwicklungen galten die skandinavischen Ländern, insbesondere Schweden und Dänemark, die nach Wegen suchten den bald sehr populären Handballsport auch unabhängig von den in den genannten Ländern vorherrschenden Klimabedingungen betreiben zu können, wofür sich natürlich der Gang in Hallen anbot. Demzufolge bestritten dann Schweden und Dänemark bereits im Jahre 1935 das erste Handballländerspiel in einer Halle und mit dem langsamen, aber stetigen Vorrücken des Hallenhandball wurde allmählich auch das Regelwerk auf diesen angepasst, bis er wie zuvor erwähnt endgültig in den 70 er Jahren auch weltweit den Feldhandball ablöste, sodass Handball seitdem mit Hallenhandball gleichgesetzt wird.

Obwohl die IHF, deren wichtigsten Aufgaben einerseits die Organisation von im Zweijahresrhythmus stattfinden Weltmeisterschaft für Frauen und Herren, andererseits die Erstellung einer Handball-Weltrangliste gehören, doch beachtliche 159 Mitgliedsverbände aus allen Kontinenten mit ca. 800.000 Mannschaften und ungefähr 20 Millionen Spielern aufweist , konzentriert sich der Handballsport im Wesentlichen auf Europa. Europäische Handballhochburgen sind neben den bereits genannten Ländern bzw. Regionen Spanien, Frankreich, einige Länder des ehemaligen Ostblocks wie Tschechien oder Polen sowie die Nachfolgestaaten der Sowjetunion bzw. Jugoslawiens. Außerhalb von Europa gilt Handball in Ostasien, insbesondere Japan und Südkorea, Teilen Nordafrikas bzw. der arabischen Welt, allen voran Tunesien und Ägypten, aber in jüngster Zeit auch in den Golfstaaten sowie in Teilen Südamerikas, konkret Argentinien und Brasilien, als populäre Mannschaftssportart.

Bei den von der IHF organisierten Weltmeisterschaften, den mit Abstand wichtigsten Handballveranstaltungen auf internationaler Ebene, treten demzufolge Nationalmannschaften aus zumindest vier Kontinenten an, wobei mit der unrühmlichen Ausnahme der Weltmeisterschaft 2015 in Katar in den letzten Jahren auch immer Australien teilgenommen hat. Während die Handballweltmeisterschaften bei den Männer bis zum Jahre 1993 entweder im Drei- oder im Vierjahresrhythmus ausgetragen wurden, finden seit der Weltmeisterschaft in jenem Jahr in Schweden die Handballweltmeisterschaften im Zweijahresrhythmus statt. Egal, in welchem Rhythmus die Handballweltmeisterschaften nun auch stattfanden, bisher konnten sich nur europäische Nationen zum Weltmeister krönen.

Erfolgreichste Nationen bei Handballweltmeisterschaften der Männer:

  • Frankreich mit fünf Titeln
  • Schweden und Rumänien mit jeweils vier Titeln
  • Deutschland inklusive deutschem Reich und der DDR sowie die Sowjetunion bzw. Russland mit jeweils drei Titeln
  • Spanien mit zwei Titeln
  • Die Tschechoslowakei, Yugoslawien und Kroatien mit jeweils einem Titel

Bei den Damen hingegen gab es mit Südkorea und Brasilien, das zudem amtierender Weltmeister ist, auch bereits zwei nicht europäische Weltmeister. Analog zu den Herren finden auch die Handballweltmeisterschaften der Damen seit dem Jahr 1993 im Zweijahresrhythmus statt und zu den erfolgreichsten Nationen im Damenhandball gehören Russland bzw. die Sowjetunion mit sieben Titeln, Deutschland (inklusive der DDR) mit vier Titeln sowie Norwegen mit zwei Titeln. Zudem konnten sich noch Ungarn, Jugoslawien, Frankreich, Dänemark, Rumänien, die Tschechoslowakei, Südkorea und Brasilien jeweils einmal Handballweltmeister der Damen nennen.

Bei allen Handballweltmeisterschaften, wie zum Beispiel der vor kurzem stattgefunden habenden der Herren in Katar, sollten Handballfans auf www.rivalo.com voll auf ihre Kosten kommen. So bieten die Buchhalter von Rivalo im Rahmen von Handballweltmeisterschaften, neben Langzeit und diversen Spezialwetten, vor und während aller alle ein breites Angebot an Handicap-, Over/Under, Doppelte Chance -, Halbzeit sowie Torschützenwetten mit den gewohnt attraktiven Quoten an.

Im Vereinshandball auf nationaler Ebene gilt bei den Männern die deutsche Handball Budesliga , wo in der Regel die Creme de la Creme des Welthandballs spielt und zu den Spielen nicht selten über zehntausend Zuschauern in die Hallen stürmen, als die beste Liga der Welt, gefolgt von der Liga ASOBAL in Spanien, wo die Handballabteilungen des FC Barcelona und Atlético Madrid zu den dominierenden Mannschaften gehören, der LIgue Nationale de Handball in Frankreich, dessen Nationalmannschaft der Herren in den letzten Jahren das Non Plus Ultra im Welthandball gewesen ist, sowie den Handballligen der skandinavischen Ländern, insbesondere Schweden und Dänemark.

Bei den Frauen gelten sind mit leichten Schwerpunktverschiebungen, das heisst die skandinavischen Ligen sind im Vergleich noch stärker als bei den Männern, ebenfalls die Ligen aus den gerade genannten Ländern als die stärksten.

Vereinshandball gibt es jedoch nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf internationaler Ebene und zwar für beide Geschlechter. Als Königswettbewerb gilt dabei die von der EHF jährlich ausgetragene Handball Champions League, die bis 1993 (in Analogie zum Fußball) Europapokal der Landesmeister hieß und an der jeweils die 40 besten Handballmannschaften Europas teilnehmen. Die mit Abstand erfolgreichsten Nationen in der Champions League der Herren sind dabei Deutschland mit insgesamt 19 Titeln, davon fünf vom VFL Gummersbach sowie jeweils drei vom THW Kiel und dem SC Magdeburg, sowie Spanien mit insgesamt 14, davon allein acht durch den FC Barcelona und drei durch BM Ciudad Real. In der Champions League der Damen holte die Sowjetunion als erfolgreichste Nation, alle durch Spartak Kiew vor 1990 , 13 Mal den Titel, gefolgt von Österreich, alle durch Hypo Niederösterreich, mit deren acht und Dänemark mit sieben, darunter jeweils drei Mal Viborg BK und Slagelse FH.

Für alle gerade genannten Ligen finden Handballbegeisterte auf www.rivalo.com ein umfassenden Wettangebot mit sehr attraktiven Quoten. Denn egal, ob Langzweitwetten auf die Gewinner der Bewerbe; Doppelte Chance- , Handicap-, Over/Under, Halbzeit- oder Tor(schützen) wetten vor den oder ein breites Livewettenprogramm während der Handballspiele, bei Rivalo kommen Freunde des Handballs und der Sportwetten voll auf ihre Kosten.

 

Bildquellen: